Veröffentlicht am 27.09.2026 · Aktualisiert am 27.09.2026 · Vom Voldt®-Produktteam
Seit dem 1. Januar 2026 kann ein Arbeitgeber das Laden eines Dienstwagens zu Hause nur noch steuerfrei erstatten, wenn ein separater Zähler die geladenen Kilowattstunden nachweist. Die monatlichen Pauschalen sind entfallen (BMF-Schreiben vom 11. November 2025). Ein mobiles Ladegerät mit MID-konformem Zähler und OCPP erfasst jede Ladung und übermittelt sie an die Abrechnungsplattform, ohne Wallbox an der Wand.
Voldt® · Ladung 0142
Eingesteckt
22:10
Ausgesteckt
05:52
Dauer
7 h 42 min
Fahrer
ID 0417
Energie
gesamt
24,6kWh
Zähler
00482,1 → 00506,7 kWh
✓ Gesendet per OCPP 1.6 JSON
Zähler
Das Wichtigste in Kürze
Ladestrom-Erstattung
Beispiel
kWh, nur Dienstwagen
24,6 kWh
vom Ladegerät
Datum und Uhrzeit
27.09., 22:10 bis 05:52
vom Ladegerät
Fahrer oder Fahrzeug
ID 0417
vom Ladegerät
Preis pro kWh
___ € pro kWh
legen Sie fest
01 · Dienstwagen
Warum erstatten immer mehr Arbeitgeber das Laden zu Hause?
Weil Dienstwagen elektrisch werden und ein E-Auto, das zu Hause lädt, mit dem Strom des Mitarbeiters fährt.
Unternehmen melden rund 60% der Neuwagen in der EU an (Europäische Kommission, Dezember 2025). In Deutschland macht die Dienstwagensteuer den Wechsel leicht: Für reine E-Autos bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis gelten seit Juli 2025 monatlich 0,25% statt 1% des Listenpreises, für Plug-in-Hybride unter Bedingungen 0,5% (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG).
Abb. 1
Geldwerter Vorteil pro Monat bei 60.000 Euro Bruttolistenpreis

Verbrenner
1%
Plug-in-Hybrid
0,5%
E-Auto
0,25%
Eine Münze = 50 €
Listenpreismethode nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG, ohne Zuschlag für den Arbeitsweg. Plug-in-Hybride nur mit mindestens 80 km elektrischer Reichweite oder unter 50 g CO2/km.
Das Laden zu Hause ist seitdem strenger geregelt. Seit dem 1. Januar 2026 gibt es keine monatlichen Pauschalen mehr; steuerfrei erstattet wird nur noch die nachgewiesene Strommenge aus einem separaten Zähler, stationär oder mobil, bewertet mit dem individuellen Strompreis oder der Strompreispauschale (BMF-Schreiben vom 11. November 2025).
Der Fahrer bekommt so genau den Betrag zurück, den das Auto auf der Stromrechnung gekostet hat, Ladeverluste eingeschlossen. Jede Erstattung lässt sich einer Sitzung mit Datum, Uhrzeit und Zählerstand zuordnen, was eine Lohnsteuer-Außenprüfung deutlich vereinfacht.
Voldt®-Tipp
Legen Sie die Methode zu Jahresbeginn fest: individueller Tarif oder Strompreispauschale. Das Wahlrecht gilt einheitlich für das ganze Kalenderjahr, und mit den kWh aus dem Zähler ist der Preis die einzige offene Größe. So wissen Fahrer und Lohnbuchhaltung von Anfang an, woran sie sind.
02 · Messen
Warum reichen Hauszähler oder Auto-App nicht aus?
Der Hauszähler erfasst den ganzen Haushalt, und die App des Autos zählt nur, was nach den Ladeverlusten im Akku ankam.
Der Stromzähler im Keller zeigt Kochen, Heizen, Waschen und Laden in einer Zahl. Ohne gesonderten Zähler gibt es seit 2026 keinen steuerfreien Auslagenersatz mehr, und eine Schätzung des Anteils fürs Auto reicht dafür nicht. Eine Schätzung kann zudem in beide Richtungen danebenliegen.
Die App des Autos misst erst nach den Verlusten im Fahrzeug. Im ADAC-Test mit fünf aktuellen E-Autos kamen an einer 2,3-kW-Haushaltssteckdose 12,7 bis 24,2% des Stroms nicht im Akku an, an einer 11-kW-Wallbox waren es 5,1 bis 7,0% (ADAC, August 2026). Das Bayerische Landesamt für Steuern rechnet Ladeverluste dem Ladevorgang zu, sodass sie grundsätzlich mit erstattet werden können.
Abb. 2
Wo 100 gemessene kWh landen

Haushaltssteckdose
2,3 kW
Wallbox
11 kW
erreicht den Akku
geht bei einem Teil verloren
geht bei allen verloren
ADAC-Messung an fünf E-Autos, geladen von 10 auf 90%, veröffentlicht am 6. August 2026.
Ein Zähler im Ladegerät misst vor dem Auto, die Verluste im Fahrzeug stecken also in den gemessenen kWh, genau wie auf der Stromrechnung. MID-konform heißt, dass der Zähler die EU-Messgeräterichtlinie 2014/32/EU erfüllt. Steuerlich muss ein Zähler nicht geeicht sein, für die Abrechnung mit dem Mitarbeiter schafft ein MID-Zähler aber klare Verhältnisse.
03 · Daten
Wie kommt ein Ladevorgang von der Einfahrt in die Lohnabrechnung?
Das Ladegerät sendet jede Sitzung per OCPP an ein Backend, das daraus eine Abrechnung für die Lohnbuchhaltung macht.
OCPP, das Open Charge Point Protocol, ist die offene Sprache zwischen Ladepunkt und Verwaltungssoftware. Das Voldt® Mobile OCPP-Ladegerät spricht OCPP 1.6 JSON und hat ein Kommunikationsmodul mit SIM, WLAN und Bluetooth. Für das Backend verhält es sich wie ein fest installierter Ladepunkt, eine eigene Voldt®-Plattform ist nicht nötig.
Jede Sitzung kommt mit Start- und Endzeit, Zählerständen und kWh an. Plattformen wie E-Flux, Last Mile Solutions und Shell Recharge sammeln die Sitzungen, wenden den vereinbarten Preis an und erstellen eine Monatsabrechnung für Arbeitgeber oder Leasinggesellschaft. Niemand tippt Zählerstände ab oder schickt Fotos vom Display.
Abb. 3
Der Weg eines Ladevorgangs

Ladegerät
MID-Zähler misst die kWh
OCPP
Über SIM oder WLAN
Backend
E-Flux, Shell Recharge und andere
Lohn
Abrechnung oder Lohnzettel
Mit jeder Sitzung: ● kWh ● Start- und Endzeit ● Zählerstände ● Fahrer-ID
Spezifikation Voldt® Mobiles OCPP-Ladegerät.
Prüfen Sie vor der Bestellung einen Punkt: OCPP 1.6 und 2.0.1 sind getrennte Versionen, die nicht miteinander sprechen (Open Charge Alliance). Ihre Plattform muss also Verbindungen über 1.6 JSON annehmen. Die hier genannten Plattformen tun das; fragen Sie bei anderen Anbietern vor der Bestellung nach.
Voldt®-Tipp
Tragen Sie Backend-Adresse und Ladepunkt-ID in der Voldt®-App ein, bevor das Gerät zum Fahrer geht, und starten Sie eine fünfminütige Testsitzung. Erscheint sie mit ihren kWh im Backend, funktioniert die Kette, und der Fahrer muss nie an die Einstellungen.
04 · Leistung
Wie schnell lädt es an welcher Steckdose?
Bis 3,7 kW an der Haushaltssteckdose und bis 11 oder 22 kW an einer dreiphasigen CEE-Steckdose, je nach Auto.
Das Ladegerät bezieht seinen Strom über wechselbare Adapter: Schuko für die Haushaltssteckdose, CEE für 16 und 32 A und Typ 2 für öffentliche AC-Ladesäulen. Das Basis-Set enthält die Typ-2- und Schuko-Adapter, das Pro-Set ergänzt CEE. Hat das Haus drei Phasen, kann ein Elektriker eine CEE-Steckdose setzen; wie viel davon genutzt wird, entscheidet das Bordladegerät des Autos.
Abb. 4
Stunden für 25 kWh, Start um 22:00 Uhr

6,8 h
Haushaltssteckdose
Schuko, 16 A · 3,7 kW
2,3 h
CEE 32 A, dreiphasig
Auto lädt mit 11 kW
1,1 h
CEE 32 A, dreiphasig
Auto lädt mit 22 kW
Nennleistung bei 230 V je Phase. Die meisten Autos laden an AC mit 11 kW.
Mit 3,7 kW liefert eine Haushaltssteckdose in einer Nacht von acht Stunden rund 30 kWh, etwa 160 km für ein Auto mit 18 kWh pro 100 km. An öffentlichen Säulen rechnet der Betreiber per Ladekarte ab; diese Sitzungen erstatten Sie nach dessen Rechnung und lassen sie aus der Abrechnung des Ladegeräts heraus.
Bei dynamischen Stromtarifen darf der Arbeitgeber laut BMF den durchschnittlichen Monatspreis einschließlich Grundpreis ansetzen. Die meisten E-Autos lassen sich so einstellen, dass sie nachts zu einer festen Uhrzeit laden, und das Ladegerät misst jede Sitzung, egal wann sie läuft.
Voldt®-Tipp
Starten Sie an der Haushaltssteckdose die ersten Ladungen mit reduziertem Strom in der App und prüfen Sie nach einer Stunde, dass Stecker und Dose höchstens handwarm sind. Ältere Leitungen sind der Schwachpunkt; ein Elektriker kann bestätigen, dass der Stromkreis 16 A die ganze Nacht trägt.
05 · Auswahl
Wann ist ein mobiles OCPP-Ladegerät die bessere Wahl als eine Wallbox?
Wenn eine Wallbox nicht montiert werden kann oder soll, oder wenn Auto, Fahrer oder Adresse während des Leasings wechseln können.
Eine Wallbox mit MID-Zähler und OCPP erledigt dieselbe Messung und lädt zu Hause schneller. Sie braucht eine Installation, einen Platz an der Wand und in Mietwohnungen die Zustimmung des Vermieters; Wallboxen bis 11 kW müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden, größere brauchen seine Genehmigung (§ 19 NAV).
Das mobile Ladegerät fährt mit dem Auto mit. Es passt zu Mietern, zu Fahrern, die während der Leasingzeit Job oder Wohnort wechseln können, und zu Poolfahrzeugen, die verschiedene Kollegen mit nach Hause nehmen. Die Messhistorie bleibt im Backend.
Abb. 5
Welche Lösung zu welchem Fahrer passt

Wohnt zur Miete
Eine Wallbox braucht die Zustimmung des Vermieters.
Passt am besten
Mobiles Ladegerät
Kann während des Leasings gehen
Eine Wallbox muss dann ab- oder übernommen werden.
Passt am besten
Mobiles Ladegerät
Nimmt ein Poolfahrzeug mit
Wechselnde Fahrer, ein Auto, mehrere Adressen.
Passt am besten
Mobiles Ladegerät
Eigenheim, drei Phasen, viele Kilometer
Lädt fast jede Nacht mit hoher Leistung.
Passt am besten
Wallbox
Einschätzung des Voldt®-Produktteams.
Für Fahrer mit Eigenheim, drei Phasen und hoher Laufleistung bleibt die Wallbox die bessere Wahl, und ein gemischter Fuhrpark kann beides nutzen. Das Ladegerät kann außerdem zum nächsten Auto weiterziehen, da es zu jedem E-Auto mit Typ-2-Anschluss passt.
Unser Fazit
Erstatten Sie das Laden zu Hause nach gemessenen Sitzungen, denn seit 2026 verlangt das Finanzamt den Nachweis per Zähler. Das mobile OCPP-Ladegerät liefert ihn aus der Steckdose, wo keine Wallbox passt, und eine Wallbox lädt schneller bei Eigenheim, drei Phasen und hoher Laufleistung.
01
Ladegerät zuerst mit der Plattform verbinden
02
kWh-Preis schriftlich festlegen
03
An geprüfter, geerdeter Steckdose laden
Kaufen, wenn
Ihre Fahrer ohne Wallbox zu Hause laden, zur Miete wohnen oder Autos teilen und Sie jede Sitzung gemessen haben wollen
Lassen, wenn
Ihre Fahrer bereits feste OCPP-Wallboxen mit MID-Zähler haben oder Ihre Plattform nur OCPP 2.0.1 annimmt
Voldt® Mobiles OCPP-Ladegerät
Basis-Set
Ladegerät mit MID-konformem Zähler
Typ-2-Adapter für öffentliche AC-Säulen
Schuko-Adapter für die Haushaltssteckdose
Kabel mit 7,5 m
CE- und TÜV-zertifiziert · MID-konformer Zähler · 3 Jahre Garantie · 100 Tage Rückgabe
Sicher laden und Garantie
- Verwenden Sie nur die Voldt®-Adapter des Ladegeräts und stecken Sie sie direkt in eine intakte, geerdete Steckdose, nie in ein Verlängerungskabel.
- Lassen Sie einen Elektriker bestätigen, dass der Stromkreis stundenlang 16 A trägt, bevor Sie jede Nacht daran laden.
- Weicht die Bedienungsanleitung Ihres Autos von diesem Ratgeber ab, gilt die Anleitung.
Voldt®-Ladekabel und mobile Ladegeräte sind CE-gekennzeichnet und TÜV-zertifiziert, mit 3 Jahren Garantie; Bedingungen und Ausschlüsse finden Sie auf der Seite Garantie und Reklamationen.
CE · TÜV · IP67 · 3 Jahre Garantie · 100 Tage Rückgabe
Häufige Fragen zur Erstattung von Ladestrom
Ist die Erstattung von Ladestrom für den Dienstwagen steuerfrei?
Ja, als Auslagenersatz nach § 3 Nr. 50 EStG, wenn die geladene Strommenge über einen separaten Zähler nachgewiesen wird.
Gibt es die monatlichen Ladepauschalen noch?
Nein. Sie galten letztmals für Lohnzahlungszeiträume, die vor dem 1. Januar 2026 endeten.
Braucht das Ladegerät eine Installation?
Nein. Es wird an eine Steckdose oder CEE-Dose angeschlossen; lassen Sie den Stromkreis vor dem Dauerbetrieb prüfen.
Welche Plattformen können die Sitzungen empfangen?
Jedes Backend, das OCPP 1.6 JSON annimmt, etwa E-Flux, Last Mile Solutions oder Shell Recharge.
Warum zeigt die App des Autos weniger kWh als das Ladegerät?
Die App zählt, was im Akku ankam. Das Ladegerät misst vor dem Auto, die Ladeverluste sind also enthalten.
Können zwei Fahrer ein Ladegerät teilen?
Ja. Die Voldt®-App übernimmt die Nutzererkennung, sodass die Plattform jede Sitzung dem richtigen Fahrer zuordnet.
Was gilt für Sitzungen an öffentlichen Ladesäulen?
Die rechnet der Betreiber per Ladekarte ab. Sie dürfen sie nach dessen Beleg zusätzlich zum Laden zu Hause steuerfrei erstatten.
Voldt®-Produktteam, Produktentwicklung und Support
Entwickelt Voldt®-Ladekabel und mobile Ladegeräte und beantwortet die Fragen, die den Voldt®-Support erreichen.


