Die Wahl des richtigen Ladekabels für ein Elektroauto kann schnell unübersichtlich werden, besonders wenn man gerade erst auf ein Elektrofahrzeug umgestiegen ist. Einphasig oder dreiphasig laden? Wie viele Ampere sind tatsächlich sinnvoll? Und worin liegt der Unterschied zwischen einem Typ-2-Ladekabel und einem sogenannten tragbaren Ladegerät, oft auch als „Granny Charger“ bezeichnet? Diese Fragen hören wir häufig, und die Antworten haben direkten Einfluss auf Ladegeschwindigkeit und Sicherheit.
Wichtige Punkte
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Die Wahl des richtigen EV-Ladekabels beeinflusst sowohl die Ladegeschwindigkeit als auch die Sicherheit. Wenn Sie das falsche Kabel wählen, kann der Ladevorgang langsamer sein oder das bordeigene Ladegerät Ihres Fahrzeugs wird nicht vollständig genutzt.
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Typ 2 ist der Standard für AC-Ladekabel im Vereinigten Königreich und in Europa. Dies ist das gängigste Kabel, das Sie für das tägliche Laden zu Hause und an den meisten öffentlichen AC-Ladestationen benötigen.
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CCS2 (Combined Charging System)-Kabel werden für DC-Schnellladen verwendet, sind jedoch immer fest mit Schnellladestationen verbunden - Sie müssen selbst keines kaufen.
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Ein „Granny Charger“ (Typ 2 auf Haushaltsstecker) ist nur für den Notfall gedacht. Standard-Haushaltssteckdosen sind nicht für regelmäßiges Laden mit hoher Stromstärke ausgelegt und können überhitzen.
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Passen Sie das Kabel an die Ladeleistung Ihres Fahrzeugs an.
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Einphasige Kabel eignen sich für Fahrzeuge mit AC-Bordladegeräten mit geringerer Leistung.
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Dreiphasige Kabel ermöglichen schnelleres AC-Laden, sofern Fahrzeug und Ladestation dies unterstützen.
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Ein eigenes Kabel erhöht Flexibilität und Zuverlässigkeit. Wenn Sie Ihr eigenes Ladekabel mitbringen, stellen Sie sicher, dass Sie an öffentlichen Ladestationen laden können, die kein fest angeschlossenes Kabel haben.
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Viele Fahrer kaufen am Ende das erste Kabel, auf das sie stoßen. Wenn dieses Kabel nicht zu Ihrem Bordladegerät oder Ihrer Heimladeeinrichtung passt, laden Sie möglicherweise deutlich langsamer als nötig oder zahlen für eine Leistung, die Ihr Fahrzeug nicht nutzen kann.
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Egal, ob Sie ein Typ 2-Ladekabel für den täglichen Einsatz an öffentlichen Ladepunkten suchen oder verstehen möchten, wie ein CCS-Stecker auf langen Fahrten funktioniert – dieser Leitfaden hilft Ihnen, die richtige Wahl zu treffen und das Beste aus Ihrem Elektrofahrzeug herauszuholen.
Viele machen den Fehler, einfach das erstbeste Kabel zu kaufen. Passt das Ladekabel jedoch nicht zur On-Board-Ladeeinheit des Fahrzeugs oder zur heimischen Wallbox, lädt das Auto deutlich langsamer als nötig oder es wird für eine Leistung bezahlt, die das Fahrzeug gar nicht nutzen kann. Egal ob Sie ein Typ-2-Ladekabel für den Alltag an öffentlichen Ladesäulen suchen oder verstehen möchten, wie ein CCS-Ladestecker unterwegs funktioniert, dieser Leitfaden hilft Ihnen dabei, die richtige Entscheidung zu treffen und das Beste aus Ihrem Elektroauto herauszuholen.
Die am häufigsten genutzten Ladearten in Deutschland
In Deutschland und im übrigen Europa begegnen Ihnen hauptsächlich drei Arten des Ladens. Wer diese Unterschiede kennt, wählt das passende Ladezubehör deutlich sicherer.
Typ-2-Ladekabel (AC-Laden)
Der Typ-2-Stecker ist der Standard für AC-Laden in Deutschland. Öffentliche Ladesäulen in Städten, auf Supermarktparkplätzen oder private Wallboxen verwenden nahezu immer Typ 2. Das Typ-2-Ladekabel wird für das Laden mit Wechselstrom genutzt und gehört zur Grundausstattung jedes Elektroautofahrers.
Ohne ein Typ-2-Ladekabel können viele öffentliche Ladepunkte nicht genutzt werden, da dort kein Kabel fest installiert ist.
CCS2 (DC-Schnellladen)
Für längere Strecken und schnelles Nachladen wird DC-Schnellladen über CCS genutzt. Das Combined Charging System kombiniert den bekannten Typ-2-Stecker mit zwei zusätzlichen Kontakten für Gleichstrom. So kann das Fahrzeug direkt am Akku geladen werden.
Wichtig zu wissen ist, dass Sie kein eigenes CCS-Kabel kaufen müssen. Bei DC-Schnellladestationen ist das Kabel aus Sicherheitsgründen immer fest an der Ladesäule montiert.
Tragbares Ladegerät (Portable Charger / „Granny Charger“)
Viele Elektroautos werden mit einem tragbaren Ladegerät ausgeliefert, das häufig auch als „Granny Charger“ bezeichnet wird. Auf der einen Seite befindet sich ein Typ-2-Stecker für das Fahrzeug, auf der anderen Seite ein herkömmlicher Haushaltsstecker.
Auch wenn ein solches tragbares Ladegerät praktisch sein kann, ist es nicht für den regelmäßigen Einsatz gedacht. Haushaltssteckdosen sind nicht dafür ausgelegt, über viele Stunden hinweg hohe Ströme zu liefern. Dadurch kann es zu Überhitzung kommen. Ein tragbares Ladegerät sollte daher nur als Notlösung verwendet werden, wenn keine andere Lademöglichkeit verfügbar ist.
Ladekabel auswählen nach Fahrzeugmodell
Dass der Stecker mechanisch passt, reicht nicht aus. Um die maximale Ladeleistung zu erreichen, muss das Ladekabel zur On-Board-Ladeeinheit des Fahrzeugs passen. Manche Elektroautos laden nur einphasig, andere unterstützen dreiphasiges Laden.
Wenn ein Fahrzeug beispielsweise 11 kW dreiphasig laden kann, aber ein Ladekabel verwendet wird, das nur für einphasiges Laden ausgelegt ist, verlängert sich die Ladezeit erheblich.
Passende Ladekabel für Ihr Fahrzeug finden Sie hier: